Impuls vom Dienstag, 27. Oktober 2026
SCHWARZE KATZE, ECHTES LEBEN Über Aberglauben und das, was wir wirklich fürchten
Nicht die Katze bringt Pech – du weißt das.
Heute ist National Black Cat Day – ein Tag, der daran erinnert, dass schwarze Katzen in vielen Ländern als Unglücksbringer gelten und deshalb seltener adoptiert werden. Ernsthaft. Wegen der Farbe. Dabei sind sie genauso neugierig, eigensinnig und verschmust wie alle anderen Katzen. Der Aberglaube sitzt so tief, dass er reale Konsequenzen hat – für Tiere, die nichts dafürkönnen.
Das ist eigentlich das Faszinierende: Wir wissen, dass schwarze Katzen kein Pech bringen – und trotzdem wirkt das Gefühl. Irgendwas in uns sucht Muster, Zeichen, Erklärungen. Das ist menschlich. Aber der Moment, in dem wir anfangen, Entscheidungen danach auszurichten, wird es gefährlich. Die echten Risiken im Leben sehen meistens gar nicht bedrohlich aus.
Ein Satz, der das ganz gut auf den Punkt bringt, stammt aus dem zweiten Brief an Timotheus:
Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
2 Timotheus 1,7 · Luther 1912
Besonnenheit heißt: durchschauen, was echte Gefahr ist und was nur ein altes Muster. Das ist keine Kleinigkeit.
Heute einmal innehalten: Welche Überzeugung trägst du mit dir, die du nie wirklich hinterfragt hast?