Impuls vom Samstag, 25. Juli 2026
WASSER RETTET NICHT IMMER Welttag zur Verhütung des Ertrinkens
Jedes Jahr ertrinken weltweit über 300.000 Menschen.
Jedes Jahr ertrinken weltweit mehr als 300.000 Menschen – das sind mehr Todesfälle als durch viele Kriege oder Epidemien zusammen. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche in Ländern, wo Schwimmunterricht keine Selbstverständlichkeit ist. Die UN und WHO haben diesen Tag 2021 ins Leben gerufen, weil Ertrinken zu den am meisten unterschätzten Todesursachen der Welt gehört. Dabei wären die meisten dieser Fälle durch einfache Maßnahmen vermeidbar.
Kannst du eigentlich schwimmen? Viele würden das mit Ja beantworten – aber sicher und ausdauernd schwimmen ist noch mal eine andere Sache. Gerade im Sommer unterschätzen viele die Kraft von Strömungen, die Kälte von Seen oder die eigene Erschöpfung im Wasser. Eine einzige Regel kann Leben retten: niemals allein und ohne Aufsicht in offene Gewässer gehen. Das klingt banal, aber genau das wird regelmäßig ignoriert.
Ein Satz aus dem Buch der Psalmen trifft das heute überraschend direkt:
Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Psalm 23,4 · Luther 1912
Zuversicht bedeutet nicht Leichtsinn – sondern das Vertrauen, dass das Leben schützenswert ist, das eigene wie das anderer.
Augen zu, Arme auf dem Tisch. Alle schätzen still 60 Sekunden – wer glaubt, die Zeit ist um, hebt die Hand. Kein Zählen erlaubt. Wer am nächsten dran ist, gewinnt. Augen erst auf, wenn die Lehrkraft es sagt. Wer Sekunden unterschätzt, unterschätzt vielleicht auch, wie schnell eine Situation am Wasser gefährlich werden kann.