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Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige

Impuls vom Dienstag, 21. Juli 2026

Gesellschaftlich

MEHR ALS EIN TOD Ein Gedenktag, der unbequeme Fragen stellt

Hinter jeder Zahl steht ein Mensch mit einer Geschichte.

Was heute zählt

Heute ist der Nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige. Ein Bahnbeamter aus Wuppertal namens Jürgen Heimchen hat dafür gekämpft, dass dieser Tag existiert – weil sein Sohn 1992 mit 22 Jahren an Drogen gestorben ist. Statt zu verstummen, gründete er eine Elterninitiative und setzte sich jahrzehntelang dafür ein, dass Drogenabhängige nicht als Versager abgestempelt, sondern als Menschen behandelt werden. In Deutschland sterben jedes Jahr über tausend Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums – die meisten davon jung.

Was das mit dir zu tun hat

Es ist leicht, über Abhängige zu urteilen, solange man selbst nicht betroffen ist. Aber Sucht ist selten eine einfache Entscheidung – sie entsteht oft aus Schmerz, Einsamkeit oder Umständen, die von außen unsichtbar sind. Dieser Gedenktag erinnert daran, dass hinter jedem Fall ein Mensch stand, der geliebt wurde und dem jemand hinterhertrauert. Vielleicht kennst du selbst jemanden, der kämpft – oder du weißt, wie es sich anfühlt, wenn man nicht weiterkommt.

Ein Satz aus dem Buch der Psalmen trifft das, worum es heute geht:

Der Herr ist nahe denen, die gebrochenen Herzens sind, und hilft denen, die zerknirschten Geistes sind.

Psalm 34,19 · Luther 1912

Gebrochene Herzen gibt es überall – bei denen, die gestorben sind, und bei denen, die zurückgeblieben sind. Nah zu sein ist manchmal das Mutigste, was man tun kann.

Dein Move heute

Nimm heute kurz inne und denk an jemanden, den du kennst, der gerade einen schweren Weg geht – und schreib ihm oder ihr eine kurze Nachricht.