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Primus und Felicianus

Impuls vom Dienstag, 9. Juni 2026

Religiös

ECHT BLEIBEN KOSTET Primus und Felicianus – zwei Brüder, eine Entscheidung

Wer du bist, kann niemand dir nehmen.

Was heute zählt

Vor fast 1.800 Jahren wurden zwei Brüder aus einer römischen Adelsfamilie hingerichtet – weil sie nicht bereit waren, das zu verleugnen, woran sie glaubten. Primus und Felicianus stammten aus einer privilegierten Schicht, hatten also durchaus etwas zu verlieren. Unter Kaiser Diokletian, der Christen systematisch verfolgte, entschieden sie sich trotzdem nicht zu schweigen. Sie bezahlten das mit ihrem Leben. Ob man ihren Glauben teilt oder nicht – diese Konsequenz verdient Respekt.

Was das mit dir zu tun hat

Die meisten von uns stehen nicht vor Entscheidungen auf Leben und Tod. Aber die Frage, wie weit man bereit ist, zu dem zu stehen, was einem wirklich wichtig ist, die kennt jeder. Es gibt Momente, wo es einfacher wäre, den Mund zu halten, mitzulachen oder einfach wegzuschauen. Primus und Felicianus erinnern daran, dass Haltung keine Frage des Komforts ist. Was du wirklich vertrittst, zeigt sich nicht in ruhigen Zeiten.

Ein Satz aus dem Römerbrief trifft das heute ziemlich genau:

Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Römer 8,38-39 · Luther 1912

Wer auf so einem Fundament steht, kann auch unter Druck ganz bleiben. Das ist keine fromme Theorie – das haben zwei Brüder vor fast zwei Jahrtausenden mit ihrem Leben bezeugt.

Dein Move heute

Überleg heute kurz: Gibt es etwas, wofür du in letzter Zeit nicht eingestanden bist – obwohl du es eigentlich hättest tun wollen? Nicht zur Selbstkritik, sondern zur Orientierung.