Impuls vom Montag, 8. Juni 2026
HINGABE KENNT KEINE HALBHEITEN Maria Droste zu Vischering – eine Frau, die alles gab
Wofür setzt du dich wirklich ein?
Maria Droste zu Vischering wurde 1863 in eine adlige Familie geboren und hätte ein bequemes Leben führen können. Stattdessen entschied sie sich für den Ordensdienst und wurde Generaloberin der Schwestern vom Guten Hirten – einer Gemeinschaft, die sich um Menschen in Not kümmerte. Sie war krank, oft erschöpft, und trotzdem blieb sie ihrer Sache treu bis zu ihrem Tod 1899. Die Kirche nennt sie heute selig, weil ihr Leben für andere ein sichtbares Zeichen war. Ob man das glaubt oder nicht – die Konsequenz, mit der sie lebte, ist bemerkenswert.
Konsequenz ist selten. Die meisten Menschen – auch Erwachsene – lavieren irgendwo zwischen dem, was sie sagen, und dem, was sie tatsächlich tun. Maria Droste hat das nicht gemacht. Sie hat entschieden, wofür sie steht, und ist dabei geblieben. Das ist keine religiöse Frage, das ist eine menschliche. Wofür stehst du – und zeigt sich das auch in deinem Alltag?
Ein Satz aus dem Ersten Johannesbrief bringt es auf den Punkt:
Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.
1 Johannes 3,18 · Luther 1912
Das klingt einfach – ist es aber nicht. Und genau deshalb lohnt es sich, heute einmal ehrlich hinzuschauen.
Reihum baut die Klasse eine Geschichte – jeder sagt nur ein einziges Wort. Kein Planen, kein Absprechen. Was entsteht, ist das Ergebnis der Gruppe. Die Lehrkraft stoppt nach 60 Sekunden. Genau wie Maria Droste nicht allein wirkte, sondern mit anderen zusammen – eine Geschichte entsteht nur gemeinsam.